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Welche falschen Vorstellungen haben Leute über Gymnastik?

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«Gymnastik ist nur für Mädchen!», «Gymnastik ist langweilig» lauten wohl zwei der häufigsten Vorurteile, welche Leute über diesen Sport haben.

Gymnastik, das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet «üben» oder «turnen». Diese Sportart hat eine sehr lange Geschichte und geht zurück in die Antike, sie wurde dort als Kunst betrieben. Es ging so weit, dass es als beschämend galt, wenn man keine Erfahrung in Gymnastik hatte.

Mit der Zeit wandelte sich die Rolle und sie verstärkte sich sogar:

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Der freie Bürger, im Vergleich zum Sklaven, übte Gymnastik aus, sie galt als Vorbereitung auf, gar als Schule für den Kriegsdienst.

Während anfangs vor allem Männer diese Sportart ausübten, wurden in Sparta auch Mädchen in der Gymnastik unterrichtet. Man geht auch davon aus, dass die Gymnastik einen wesentlichen Einfluss auf die plastischen Künste hatte, sah man doch viele gestählte Körper, die in verschiedenen, ästhetischen Positionen posierten.

Die Gymnastik hat sich während all der Jahrhunderte gehalten, aber natürlich auch verändert. Die Sportart, wie wir sie kennen, hat sich nach 1950 ausgebildet und ist auch die Gymnastik, die wir heute kennen.

Ein wesentlicher Teil dazu trug Jane Fonda bei, die mit Gymnastikvideos viele Menschen von dieser Sportart begeistert haben.

Die grellen Farben, welche in den Trainingsvideos der Achtziger Jahre getragen wurden, haben unser Bilder der Gymnastik wesentlich geprägt und auch unsere Vorurteile mitbestimmt.

Die Sportart an sich ist holistisch ausgerichtet und geht davon aus, dass der ganze Körper trainiert werden muss. Mit Gymnastik steigert man die eigene Bewegungsfähigkeit, Lockerheit, Geschmeidigkeit. Verschiedene Übungen werden kombiniert, die hauptsächlichen Bewegungen umfassen Laufen, Springen, Hüpfen.

Heutzutage wird Gymnastik eher als Grundstein für die weitere Betätigung gesehen, gewissermassen als Basis, um beweglich zu werden, im Alltag schmerzfrei zu sein und die Muskeln auf ein Training vorzubereiten.

Es gibt unzählige Variationen der Gymnastik:

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Krankengymnastik, Pilates, aber auch Gymnastik, welche an Wettkämpfen ausgetragen wird, gehören dazu. So hat sich die rhythmische Sportgymnastik als beliebte Wettkampfsportart herauskristallisiert. Diese wird unter Miteinbeziehung gewisser Hilfsmittel, wie Gymnastikbällen, Bändern und Reifen durchgeführt.

Auch Wassergymnastik ist relativ neu und wird rehabilitierend eingesetzt. Schwangerschaftsgymnastik ist ein neueres Feld und ist wegen der gezielten Muskelstärkung und der sanften Art der Mobilisation beliebt.

Mit Gymnastik kann man gezielt schwache Muskelgruppen trainieren. Während im Telekolleg der Achtziger vor allem das weibliche Triumvirat «Bauch-Beine-Po» trainiert wurde, kann man auch Übungen zur Stärkung der Rückenmuskeln einsetzen, den Beckenboden oder gar die Venen trainieren. Gerade auch für Ältere ist die Gymnastik ideal, um durch die Stärkung der Muskulatur beispielsweise den Gleichgewichtssinn zu stärken, der dann Stürzen und allfälligen Verletzungen vorbeugen kann.

Aber auch Menschen, die einfach ihr Kardiotraining ergänzen möchten, sind mit der Gymnastik gut beraten und finden sicherlich Übungen, welche ihrem Gusto entsprechen, sei es zur Muskelstärkung oder auch zur Dehnung und Vorbeugung von Verletzungen.

Gymnastik wird auch auf vielen Kanälen angeboten: Im Fernsehen, wie wir es aus unserer Kindheit kennen, als Übungen in Magazinen oder als Instruktionsvideos auf Youtube. Man kann sich also Gymnastik durchaus selbst beibringen. Oder aber einen Kurs belegen und durch die Gruppe zusätzliche Motivation schöpfen.